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Phenias Fogg, möglicherweise würde es einen Rekord genannt haben, aber im Gegensatz zum Helden von "in 80 Tagen um die Welt", ist es in anbedracht  moderner Transportsysteme, nicht gerade eine schnelle Reise, in etwas mehr als drei Wochen den südlichen Teils Afrikas zu erreichen. Ohne Zweifel, ein Flugzeug spart Zeit, sollten Sie diese jedoch, haben, gibt es keine komfortablere, und interessantere  Art und Weise, den Bestimmungsort, zu erreichen, als an Bord eines Kreuzfahrtschiffs, denn es selbst ist ebenfalls ein Ziel.

Die TS Monterey, der MSC Cruise Line ist ein Schiff,  welches für "Reisen zur Sonne" wie geschaffen ist. Sie ist ein „Space- Ship“ mit einer Vielzahl offener Decks, sowie einem gedeckten  Promenadendeck, welches  in tropischen Klimata sehr nützlich ist. Auch sind mehr als genügend Liegestühle vorhanden, so dass keiner der maximal 650 Passagiere an Bord um seinen Platz in der Sonne, oder im Schatten zu fürchten braucht.

Die Reise begann  am 7. November 2001 in Düsseldorf. Der erste Abschnitt  war die Busreise nach Genua. In Vorfreude auf die kommenden  „Abenteuer“ , waren wir vier in bester Stimmung und ein Glas (oder auch zwei) Champagner, halfen sehr, um sie uns durch die Nacht hindurch zu erhalten.

Reisebericht

Das einchequen in Genua verlief schnell und reibungslos. Vergangen sind die Zeiten, als das MSC- Einschiffungsprozedere in eine Art  "glücklicher Anarchie" ausartete. Nun können die Passagiere ihre Tisch Reservierung bzw. das Bord Konto, bereits in der Einschiffungshalle anmelden. Aus nahe liegenden Gründen legte die Reederei die Route von der Östlichen, zur West Afrikanischen  Küste um. Für diese Änderung bewilligte uns MSC ein großzügiges Upgrade. Anstelle einer Doppel Kabine (Ober / Unterbett) erhielten  wir eine Kabine mit  zwei unter Schlafplätzen, was erheblich mehr Platz, für die lange Reise bedeutete .

Nun ist es jedoch an Zeit, Ihnen einen ersten Eindruck über die besuchten Häfen zu vermitteln. Der erste Bestimmungsort war Barcelona/ Spanien, gefolgt von Cadiz/ Spanien, Casablanca/ Marokko, Funchal/ Madeira, Agadir/ Marocco, Teneriffa/ Spanien,  Dakar/ Senegal, Jamestown/ St. Helena, Walvis Bay/ Namibia und schließlich, Kapstadt/ Südafrika, das wir am 30. November erreichten.

 Barcelona

Nach dem Verlassen des Hafens von Genua, trafen wir auf stürmisches Wetter. Das Ergebnis war die Tatsache, dass das Schiff den Hafen von Barcelona leider einige Stunden zu spät erreichte.  Dennoch war genügend Zeit um eine Tour mit der Seilbahn, zum Mount Juich zu unternehmen. Von der Kabine der Bahn, und dem Hügel, hat man einen großartigen Ausblick über den Hafen und die Stadt. Nach einem wundervollen Sonnenuntergang, schlenderten wir die Ramblas hinunter, zurück zu dem Schiff.

 Cadiz

 Nach einem weiteren stürmischen Tag auf See erreichte die TS Monterey Cadiz. Für unsere Fahrt nach  Gibraltar, mieteten wir uns ein Auto. Im übrigen kann ich generell empfehlen, die Landausflüge, bereits im Voraus zu planen. Obgleich, man geführte Touren auf dem Schiff buchen kann, macht  es meist  erheblich  mehr Spaß, auf Selbstgestaltete  Exkursionen zu gehen, da man sich  in diesem Fall Ziele punktgenauer zu wählen vermag, und man so lange, oder so kurz bleiben, kann wie man es sich wünscht. Last but not least, ist ein selbst organisierter Ausflug, für eine Gruppe von 4 Leuten auch erheblich günstiger, als eine geführte Exkursion.

Aber nun, lassen Sie uns zurück zu unserem Tag in Andalusien gehen. Wir verlassen Cadiz, und fahren entlang der Küste, dessen südlichster Teil die Südspitze Spaniens kennzeichnet. Man kann in malerischen  kleinen Bergdörfern, mit weiß getünchten Häusern einen Halt einlegen. Von hier hat man eine wundervolle Ansicht, über die grünen Täler des südlichen Spaniens. Ein anderer interessanter Ort sind die Ruinen von Bolona. Die Stadt war in römischer Zeit, ein Zentrum der Fischerei Industrie. Es gibt noch immer bemerkenswerte Überreste, wie Tempel oder ein römisches Theater.

Weiter südlich, zwischen Bolona und Gibraltar befindet sich Algeciras. Der südlichste Punkt Europas ist die Straße von Gibraltar, der  kürzesten See-Verbindung zwischen Europa und Afrika. Auf diesem äußerst belebten Seeweg, kann man eine Unzahl an Booten und Schiffen  beobachten, die das Navigieren durch diese Meerenge nicht gerade vereinfachen. Etwas weiter nordöstlich, nach einigen Kilometern, trifft man auf die Enklave von Gibraltar, eine Halbinsel im Mittelmeer. Obgleich der Fels noch zum britischen Commonwealth gehört, möchten Großbritannien und Spanien im Jahre 2002 zu einer einvernehmlichen Vereinbarung über die Zukunft von Gibraltar kommen. Noch aber ist gibt es im Nadelöhr zwischen der spanischen und der britischen Seite sehr  viel Verkehr, und Staus. Deshalb ist es ratsam, das Auto auf der spanischen Seite stehen zu lassen und zu Fuß über die Grenze zu gehen. Auf der britischen Seite kann man bequem mit einem Shuttlebus zum Stadtzentrum fahren. Den Welt berühmten Affen von Gibraltar muss man selbstverständlich auch einen Besuch abstatten, und es gibt eine Legende, dass, die netten kleinen Tiere solange auf Gibraltar weilen, wie die Briten im Besitz des Felsens sind.

Hier muss ich bekennen, dass wir unseren Ausflug ein wenig zu sehr ausdehnten. um ehrlich zu sein, mussten wir ein wenig schneller als normalerweise zurück fahren. Glücklicherweise gab es keine Staus und so  erreichten wir das Schiff glücklicherweise noch in der allerletzten Minute.

 Casablanca

 In den frühen Morgenstunden des nächsten Tages, erreichten wir die „Stadt der weißen Häuser“, Casablanca. Lange vor unserer Kreuzfahrt fragten wir im Internet die marokkanischen Zug Fahrpläne ab. Ehrlich gesagt, wussten wir nicht, was wir von den marokkanischen Zügen erwarten sollten. Wir waren umso überraschter, als dass sie tatsächlich sehr sauber, bequem, und mit Klimaanlage ausgestattet sind. Der wichtigste Punkt ist jedoch, sie sind pünktlich. Da wir zum ersten Mal mit den Zügen des Landes fuhren, entschieden wir uns für die kurze Strecke nach Rabat. Die Hauptstadt des Landes  ist nur eine Zugstunde entfernt von Casablanca und bietet eine Menge interessanter Ziele. Unter den sehenswertesten sind die königlichen Paläste, die Nekropolis und römische Ruinen. Da in den Straßen auffällig viel Polizei Präsenz zu sehen ist, bedeutet dies, dass die Stadt auch für Touristen eine sichere Angelegenheit ist. Wieder zurück  in Casablanca nahmen wir vier noch einen "Sundowner" in „Movie- Casablanca“,  Rick’s  Café, im Hotel Hyatt ein, und schlenderten entlang der Corniche, am Atlantischen Ozean zurück zum Schiff.

 Funchal / Madeira

 Am nächsten Tag war wieder, ja Sie ahnen es bereits, ein Starkwind Tag, dennoch erreichten wir die Portugiesische Insel safe and sound.

Vom Hafen von Funchal ist es ein Fußweg von ungefähr 30 Minuten zum zentralen Busbahnhof. Hier nehmen Sie den Bus Nr. 20/22, nach Monte. An diesem Punkt hat man verschiedene Wandermöglichkeiten. Zuerst jedoch muss man unbedingt die atemberaubende Aussicht über Funchal und den Hafen bewundern. In der Kirche von Monte kann man außerdem das Grab des letzten österreichischen Kaisers, Karl besichtigen. Ein sehr ausgefallener Trip, ist eine Wanderung "off the beaten path", durch die Berge und Wälder der Insel, zurück nach Funchal. Da unsere beiden Freunde, bereits einige male ihre Ferien in Madeira verbrachten, überließen wir ihnen die Planung zur Wanderung entlang den Wasser Läufen der Insel, den so genannten Levadas. Sie wurden bereits vor hunderten von Jahren errichtet, um die Felder in den tiefer liegenden Gebieten Madeiras mit frischem Gebirgswasser zu versorgen. Die kleinen Mäuerchen entlang der Wasserläufe, welche  ursprünglich als Reparaturweg zur Erhaltung der Wasser-Strasse dienten, werden nun als Wanderwege benutzt. Wie bereits erwähnt, führen die Levadas von den Berggipfeln, nach unten in die Täler. Obgleich nicht sehr steil, sind die Steinmauern, mit ungefähr 40 bis 50 Zentimeter Breite recht schmal, und laufen entlang des Berges auf der einen, und dem Abgrund auf der anderen Seite, hinunter ins Tal. Diesen Ausflug, kann ich eigentlich guten Gewissens nur absolut schwindelfreien Menschen empfehlen. Ich habe auf dieser Tour jedenfalls herausgefunden, dass ich es nicht bin!  Folglich war dieser Ausflug  manches mal ein wenig abenteuerlich. Dennoch als wir nach ca. drei Stunden Funchal erreichten, war es ein super Gefühl, nicht zurückgegangen zu sein, sondern durchgehalten, und den geplanten Bestimmungsort erreicht zu haben.

 Agadir

Am folgenden Ziel, Agadir, verbrachten wir eine Nacht im Hafen. Da  das Schiff leider einige Kilometer außerhalb festmachte , nahmen wir ein Taxi in die Stadt. In den frühen 1960er Jahren durch ein Erdbeben völlig zerstört, ist Alt-Agadir heute noch ein interessantes, zu besichtigendes Ruinenfeld. Neu- Agadir, liegt zwischen Hafen und Altstadt. Es ist heute ein quirrliges Touristenzentrum. Obwohl die TS Monterey, nur einen halben Tag in dieser Stadt "ankerte", hatten wir  genügend Zeit um bei einem Stadtbummel in die Souks von einzutauchen. Die Medina bietet  eine sehr spezielle Art des Einkaufens. Persönlich mag ich diese lebendigen  Märkte, die Waren aller Art im Überfluss anbieten, sehr gerne. Leider blieb uns nicht die Zeit für ein Bad im erfrischenden Wasser des Atlantischen Ozeans. Es gibt aber sicherlich ein nächstes mal.

Teneriffa

 Ebenfalls ein Ort wo ein Auto angebracht ist, um die Insel zu „erforschen“ ist Teneriffa.  Mit dem Wagen zum Pico de Teide „hinauf zu klettern“ ist immer wieder eine interessante Erfahrung. Es ist sehr eindrucksvoll, durch die verschiedenen Klima Zonen zu fahren. Von den Sonnen verwöhnten Tälern auf Meereshöhe, geht es auf schmalen Serpentinen Straßen die Hügel hinauf, durch Wälder, dem blühenden Orotava Tal, bis zu den trockenen Vulkansteinwüsten  zum Fuße des Teide. Diese Hochebene, gleicht fast einer Mondlandschaft.

Vor der Rückkehr zum Schiff, kann man noch einen kurzen Abstecher in Puerto de la Cruz, machen. Als eines der großen Touristen Zentren der Insel, bietet die Stadt unter anderem auch gute Shopping Möglichkeiten.

Dakar

 Das „Tor zu Schwarz Afrika“, wie die Bewohner ihre Stadt nennen, kann sehr interessant sein, wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen trifft. Die beste und sicherste Weise zu den interessanten Sehenswürdigkeiten zu gelangen, ist eine geführte Tour. Wenn Sie eine Gruppe, von ungefähr vier Personen sind, es ist auch möglich, alleine durch die Stadt zu gehen. Man muss jedoch die Tatsache, berücksichtigen, dass der Senegal, ein Land mit einer Vielzahl  ärmerer  Einwohnern, und die Hauptstadt Dakar ein Zufluchtsort für vertriebene Menschen aus Kriegsgebieten schwarz Afrikas ist. Wenn Sie den Hafen verlassen, müssen Sie darauf gefasst sein, von Menschen angesprochen zu werden, die Ihnen auf Schritt und Tritt ihre Dienste als Stadtführer anbieten. Die beste Möglichkeit für eine verhältnismäßig sichere Stadttour, ist gleich am Hafen einen "Guide" zu akzeptieren. Sie können davon ausgehen, dass er Ihnen die interessantesten Plätze der Stadt zeigen wird. Nicht davon ausgehen, allerdings können Sie, dass er  Details über die Entstehung von Gebäuden usw. weis. Interessante Plätze in Dakar Stadt sind die Märkte, die Moschee, dessen  Minarett eine kleinere Kopie der Hassan Moschee in Casablanca ist, sowie die katholische Kathedrale, ein Gebäude der späten 1920er Jahre.

Ein weiterer Ausflug führt nach Goree Island Diese Insel war vom 17. bis zu 19. Jahrhundert der Sklavenmarkt von Dakar. Hier wurden die Menschen verkauft und verschifft

Alle Gebäude sind sorgsam restauriert, und dienen heute als Museen, sowie Werkstätten für Künstler und Handwerker. Die Anlegestelle der Fähre befindet sich ca. 500m außerhalb des Hafens. Die Fahrt nach Goree Island dauert ca. 20 Minuten.. Es gibt drei unterschiedliche Fährpreise: Ein Tarif für nicht Afrikaner (am kostspieligsten), ein Preis für Afrikaner und ein Tarif für Senegalesen (am preiswertesten).

Ebenso interessant ist eine Tour zum Lac Rosé. Dieser Ausflug ist ausschließlich auf dem Schiff buchbar. Er besteht eigentlich aus zwei Teilen: zum einen einer Busfahrt zum See, der seinen Namen aufgrund des Planktons, das bei einer bestimmten Sonneneinstrahlung rosé zu schimmern beginnt, erhielt. Der See dient auch als Saline. Es erschütternd zu sehen, wie Menschen, bis zu den Knien im Wasser watend, mit Ihren Händen das Salz abbauen.

Der zweite Teil der Tour besteht aus einer Off- Road Fahrt mit dem Jeep.  Man Fährt durch Sand Dünen zum, und entlang des Atlantischen Ozeans. Die Off- Road Fahrt ist nur etwas für Leute mit „viel Rückrad“, dann allerdings ist sie sehr witzig, und auf jeden Fall  „sandy“.

 Jamestown/ St. Helena

 Der erste Eindruck vom Schiff aus gesehen ist ein wenig enttäuschend. Die kargen steinigen Klippen, verdecken hervorragend die tropische Vegetation im Inneren von St. Helena. Das Schiff liegt auf Reede, und die Einschiffung wird von Tendern durchgeführt. Durch einen großen Zufall,  kennen wir 2 der ungefähr 5000 Einwohner. Zusammen unternahmen wir einen Ausflug, der uns die Insel immer faszinierender erscheinen ließ, je weiter wir in sie vordrangen.. Selbstverständlich galt unser erster Besuch Longwood House.  In diesem Herrenhaus, um 1815 erbaut, verbrachte Napoleon I, die letzten Jahre seines Lebens. Das Gebäude mittlerer Größe, besitzt mehrere zwar nicht luxuriös, dennoch sehr komfortabel eingerichtete  Räume, einschließlich einer kleinen Halle und eines Badzimmers. Das folgende Ziel war die Anglikanische Kathedrale von St. Helena. Auf dem Lande gelegen, ist sie zwar etwas kleiner als die Kirche St. James, sie liegt jedoch sehr romantisch auf einem Hügel, mitten im Grünen. Nicht weit entfernt, auf einem der Hügel, welche Jamestown umgeben, befindet sich die Jacobs Ladder Mit Ungefähr 700 Stufen, führt sie direkt hinunter nach Jamestown. St Helenas Hauptstadt selbst ist eine blühende Stadt mit malerischen, bunten Häusern, und Kirchen vieler Konfessionen, unter denen St. James, der älteste Anglikanische Kirche südlich des Äquators ist. Dieses Jahr feiert St. Helena den 500. Jahrestag seiner Entdeckung. Für dieses Ereignis werden  hohe Mitglieder des britischen Königshauses erwartet.

Wenn Sie nach den Höhepunkten von St Helena suchen möchten finden Sie selbstverständlich Longwood House und viele andere touristische Ziele. Vor allem jedoch sind es die Sonne, die tropische Vegetation, und am Wichtigsten, die wärme der Menschen, die dieses Eiland zu einer Zauberinsel werden lassen.

 

Walvis Bay/ Namibia

 Im Süd Westen des Afrikanischen Kontinentes, befindet sich Namibia.

Bis 1994 unter Südafrikanischer Verwaltung besitzt Walvis Bay Heute den größten Hafen des Landes, und ist außer Lüderitz im Süden, der frequentierte Hafen für Kreuzfahrtschiffe.

Hier kann man entweder im voraus ein Auto mieten, oder möglicherweise preiswerter, ein Taxi nehmen. Zu den "must sees", gehört, ohne  Zweifel, die Stadt Swakopmund, nur 25 Kilometer nördlich von Walvis Bay. Aufgrund des deutschen Erbes Namibias (bis 1918 war der Name des Landes Deutsch Süd- West Afrika), gibt es noch viele Gebäude deutschen Ursprungs. Zu den interessantesten gehören  das Amtsgericht, Lutherische Kirche, der Leuchtturm, und der alte "Bahnhof". Alle Gebäude, Deutsche  Straßenschilder, wie Kaiser Wilhelm Strasse, Knobloch Strasse, Breite Strasse, werden liebevoll  und sorgfältig gepflegt. Nach wie vor ist auch die Deutsche Sprache sehr weit verbreitet.

Die Stadt in Richtung Süd Osten verlassend, erreicht man schnell die Namib Wüste. Die älteste und zugleich trockenste aller Wüsten der Welt ist, obgleich es Sanddünen, wie Düne Nr. 7, gibt im eigentlichen Sinn eine Steinwüste. So sind die meisten kleineren Straßen Kiespisten, die wegen akuter Schleudergefahr sehr vorsichtig befahren werden müssen. Dennoch, ist eine Tour in die Wüste faszinierend. Die Dünen, die endlosen Horizonte, die Farben Vielfalt  und das grüne Band der Vegetation über dem Lebensspendenden, unterirdischen  Kuiseb Fluss, vermitteln unvergessliche Eindrücke.

 Kapstadt/ Südafrika

„Komm schnell, das musst Du gesehen haben, das ist ja wie eine Theaterinszenierung ", Mit diesen Worten rief mich mein Freund hinauf zu Promenadendeck. Er hatte absolut Recht. Als die TS Monterey sich dem Hafen von Kapstadt näherte, sahen wir zum ersten mal in unserem Leben, den Tafelberg. In diesem Moment konnten wir zwar nicht die Plattform des Berges sehen, da, sie teilweise durch Wolken verhüllt wurde. Das Schauspiel, welches sich vor uns ausbreitete, faszinierte uns trotzdem. Es sah fast so aus, als ob, sich die Wolken, gleich einer weichen, Baumwollenen Tischdecke, über die Tafel legen würden. Die  großartigsten Eindrücke hat man, wenn man per Schiff in Kapstadt anreist, denn nur aus weiterer Entfernung, kann man die Stadt, mit Tafelberg, und den angrenzenden Lion Head, sowie  Signal Hill zusammen bewundern.

Das Ausschiffungsverfahren wurde schnell und glatt durchgeführt.

Glücklicherweise, hatten wir die Gelegenheit, einige Tage in der Stadt zu bleiben.

Außerdem, haben wir das große Glück , den Freund eines Freundes zu kennen, der auch die Zeit hatte, uns das Land zu zeigen. Obwohl die drei Tage unseres Aufenthalts voll gepackt mit Ausflügen waren, konnten wir natürlich nur einen kleinen Eindruck, der Schönheit von Südafrika bekommen.

Die absoluten Höhepunkte waren selbstverständlich der „Sundowner“ auf dem Signal Hill, eine Art Sonnenuntergangs Picnic , auf dem an den Tafelberg angrenzenden Hügel. Man hat eine traumhafte Aussicht, über die Stadt und Umgebung. Man muss gesehen haben, wenn die goldene Sonne, in einem Meer von Farben im Ozean verschwindet.

Ebenso ein „must- see“, sind die Weingebiete. Bereits nach kurzer Anfahrt, in Richtung Nord- Ost, ist man in Stellenbosch, eine der ältesten Siedlungen Südafrikas. Hier gibt es ein Museum, zu besichtigen, das tatsächlich aus einer Reihe von Gebäuden, aus verschiedenen Jahrhunderten besteht. Begonnen mit einem kleinen Gebäude, welches zu beginn der Niederländischen Besiedlung, um 1640 errichtet wurde, bis hin zu einem Viktorianischen Stadtpalais von 1850, werden eindrucksvoll die baugeschichtliche Entwicklung, sowie die Veränderung der Lebensumstände der Siedler dargestellt. Kurz nach dem verlassen der Stadt, trifft man bereits auf die ersten Winzer Betriebe. Die „wine- lands“, sind große Besitzungen, mit malerischen Herrenhäusern, die zur Weinprobe einladen. Wie Stellenbosch, sind auch die Winzer Betriebe Niederländischen Ursprungs, und teilweise weit über 300 Jahre alt.

Obligatorisch, ist natürlich auch der Besuch des Tafelbergs. Man fährt bequem mit der Seilbahn, auf die Plattform, wo man einen 360° Umblick über Kapstadt und Umgebung genießen kann.

Jeder Ferienaufenthalt wäre unvollständig, ohne das Kap der guten Hoffnung besucht zu haben. Man fährt am besten an der östlichen Seite der Halbinsel, deren Ende das Kap bildet entlang, bis zur Pinguin Kolonie in der Nähe des Marine Stützpunkts Simonstown. Gegen eine kleine Eintrittsgebühr, kann man den possierlichen Tierchen „Aug- in Auge“ gegenüberstehen. Das Kap selbst, liegt einige Kilometer weiter südlich, inmitten eines Naturschutzgebietes.  Eigentlich gibt es 2 „Kaps“, das touristische, und das richtige, einige Meter davon entfernt, welches die tatsächliche Süd Spitze Afrikas bildet, jedoch leider nur sehr schwer zugänglich ist. Es gibt zwei Wege das Kap zu erkunden, zum Ersten, mit der Kabelbahn, hinauf bis zum Fuß des Leuchtturmhügels, und dann über Treppen zur Spitze (empfohlen), oder aber den laaaangen Weg zu Fuß, über Treppen hinauf zum Leuchtturm (noch mehr empfohlen, da gesunder Fußweg). Von der Leuchtturmplattform, hat man einen atemberaubenden Blick über die Küsten und das Meer.

Zum Abschluss des Ausflugs, kann man auf dem Rückweg, an der Westseite der Halbinsel, entlang den wilden Buchten des Atlantischen Ozeans, noch eine Tasse Cappuccino, in einem Strand Cafés, der schicken Außenbezirke Kapstadts genießen.

 Gesamt Eindruck der Reise

 Das Schiff, die TS Monterey, der MSC Cruiseline, war bei ihrer Indienststellung als Fracht / Passagier Kombischiff geplant. 1952 in den USA gebaut, wurde der mit 20 000 BRT bemessene, 172m lange, 23,2m breite, mit einem Tiefgang von 8.86m ausgestattete Liner in den späten 1980er Jahren vollständig renoviert. Die bemerkenswerteste Änderung, war as Hinzufügen eines so genannten „Flugzeugträger Decks“. Auf einem Schönheitswettbewerb nicht gerade Preisverdächtig, bietet es jedoch sehr viel Platz für Liegestühle, lässt aber trotzdem niemals ein Gefühl der Enge aufkommen.

Platz- ist überhaupt das Schlüsselwort auf der TS Monterey. Wie oben bereits erwähnt, bietet das Schiff mehr als genügend Raum, für die maximal 650 Passagiere. Die Reisenden, können immer zwischen einem Platz an der Sonne, im Schatten, achtern am Pool, oder auf einer der großzügigen offenen, sowie einem klassischen hölzernen Liegestuhl, auf der gedeckten  Promenade, wählen. Aufgrund der fast 9m Tiefgang, besitzt das Schiff außerdem hervorragende Seeeigenschaften.

Die „Software“ des Schiffes, wie der Service, oder die Speisen an Bord, sind ebenfalls in Ordnung. Es gibt eine vortreffliche Auswahl an köstlichen Speisen, und auch der Service, sowohl im Restaurant, als auch in der Kabine, funktioniert exzellent.

Die Durchführung der Reise, verlief bis auf einige Ausnahmen zufrieden stellend. Die TS Monterey, besuchte viele Destinationen in relativ kurzer Zeit. Dies bedeutete, das Schiff konnte nur pünktlich sein, wenn es nicht durch schlechtes Wetter, oder andere Umstände aufgehalten wurde. In manchen Fällen wurde, bei zu spätem einlaufen des Schiffes, der Aufenthalt verlängert, nicht so leider in Walvis Bay/ Namibia, wo die Monterey, obwohl einige Stunden zu spät eingetroffen, den Hafen trotzdem pünktlich, in Richtung Kapstadt verlassen hatte.

Trotzdem, war die Reise ein beeindruckendes Erlebnis, an das wir alle, sicherlich noch lange zurückdenken werden.